Unterschiede der Telekommunikation zwischen Deutschland und Spanien

Sicherlich will die grosse Mehrheit der Telekommunikationsnutzer eigentlich nichts von technischen Details wissen. Die Technik soll einfach zu bedienen sein und vor allem funktionieren. Ein Basiswissen über die verschiedenen Techniken und derern Möglichkeiten erleichtert jedoch das finden der individuellen Optimallösung.

 

Auf den ausländischen Residenten auf Mallorca kommt erschwerend hinzu, dass die Telefondienste zwischen dem Heimatland und Spanien in der Regel nahezu identisch sind, sich jedoch in einigen Feinheiten unterscheiden, deren Nichtwissen zum Nachteil werden kann.

 

Das fängt beim normalen analogen Telefonanschluss an, der fast überall auf der Welt identisch funktioniert, sich aber bei Stecker und Dosen von Land zu Land unterscheidet. Die Telefonica folgt heir dem weltweiten Standard und verwendet für den analogen Anschluss den sogenannten RJ 11 Stecker. Dieser kleine Plexiglasstecker wird umgangssprachlich auch als Westernstecker bezeichnet. Grundsätzlich können sie jedes analoge Telefon auch an dem spanischen Anschluss betreiben. So können sie z.B. auch deutsche Telefone problemlos anschliessen, jedoch bedarf es hier eines Adapters, da der deutsche „TAE Stecker“ (gross und schwarz) nicht in die spanische Dose passt.

 

Wen sie mehr Telefonkomfort haben möchte und daher direkt auf ISDN setzen, müssen sie wissen das dieser Anschluss im spanischen RDSI heisst. Hier existiert kein Steckerproblem, da europaweit der „RJ45 Stecker“ die Norm ist. Dieser weisst für den Laien auf den ersten Blick zumvorher beschriebenen Westernstecker keinen Unterschied auf, ist jedoch fast doppelt so breit, was ein falsches Einstecken von digitalen ISDN-Geräten am einfachen analogen Anschluss verhindert.

 

Wissenswert beim ISDN/ RDSI Anschluss ist, dass dieser in Spanienzwar wie zu Hause mit 2 Kanälen kommt (2 Telefonate zur selben Zeit) aber nur mit 1 Telefonnummer. Sollten sie also Fax und Telefon jeweils auf einer eigenen Nummer betreiben wollen, müssen sie die 2. Telefonnummer extra bestellen.

 

Ein Nachordern ist zwar möglich, jedoch muss diese zusätzliche Nummer auch an Ihrem „TR-mixta“ pogrammiert werden. Damit sind wir schon bei der 2. ISDN-Besonderheit: Ein TR-mixta ist dem deutschen NTBA ähnlich und fungiert wie dieser als Netzabschlusspunkt (vor dem TR-mixta ist Telefonica-Land, dahinter Ihr eigenes Hausnetz). In Spanien ist in diesem direkt einen Analogwandler (Terminaladapter) integriert. Mit diesem Wandler können Sie auch analoge Geräte wie beispielsweise Telefax und Anrufbeantworter am digitalen ISDN-Anschluss betreiben. Ist in Deutschland neben dem NTBA noch ein separter Terminaladapter notwendig, so ist dieser in Spanien für ca 5 € im Monat direkt dabei oder sie sparen sich die ca 5 € und schliessen einen eigenen Analogwandler an.

 

Ebenso bestehen beim ADSL Anschluss kleine aber feine Unterschiede. Auch auf Mallorca beginnt in der Zwischenzeit der Highspeed Surfspass mit 1MB/s. Wird in Deutschland zwischen dem ADSL Anschluss zum einen und dem Online-Provider zum anderen unterschieden, so kommt in Spanien beides immer aus einer Hand. Wer also bei Telefonica seinen ADSL Anschluss bestellt hat somit gleich ADSL Anbieter und Provider mit einem Vertrag abgeschlossen. Das selbe gilt bei allen anderen Providern wie Ya.con, Orange usw.

 

 

Diese zuvor beschriebenen Unterschiede, können bewirken, dass sich eine optimale Lösung für Deutschland nicht identisch auf den Anschluss auf Mallorca übertragen lässt. Wer sich trotzdem nicht mit derartigen technischen Details auseinander setzen möchte, der sollte sich einfach an einen Fachmann wenden.

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